Ex Diamantfinken 2017-04-19T20:57:39+00:00

Ex Diamantfinken

Heimat:
DiamantfinkIhr zuhause ist im Süden und Südosten Australiens. Dort bewohnt sie lichte Waldgebiete mit dichtem Unterwuchs, besonders in der Nähe von Gewässern.
In der heutigen Zeit findet man Diamatamadinen in bewohnten Gebieten sowie Parkanlagen der Städte, in Vorgärten und an Wegrändern. Man findet dort oft mehrere Nester dieser ansonsten paarweise lebenden Vögel.

Beschreibung:
Die Diamatamadine ist kein schlanker, lang gestreckter, sondern ein gedrungener Vogel. Der etwa 12 cm große Vogel trägt an Stirn, Scheitel und Nacken die Farbe grau, seine Zügel sind schwarz, Kinn und Kehle weiß. Ein breites schwarzes Brustband trennt die weiße Kehle von der übrigen weißen Unterseite. Große weiße Punkte reihen sich in den breiten, schwarzen Flankenstreifen. Ihre Rücken und Flügel sind braun, der Bürzel und der Oberschwanz ist rot, wobei der Schwanz schwarz ist. Der Schnabel ist dunkel weinrot, ebenso die Lidringe der braunen Augen, ihre Füße sind grau.

Unterbringung:
Nest DiamantfinkenUm harmonierende Paare zu finden, lasse ich die Diamantamadinen in einer Gemeinschaftsvoliere von 3,00 x 2,50 x 2,00 m fliegen. Sie werden mit farbigen Ringen gekennzeichnet. Zur Zucht werden sie aber paarweise untergebracht.

Balz:
Um sich in richtige Pose zu stellen fliegt das Männchen auf einen Zweig, schüttelt das Gefieder, so dass die weiß getropfte Flankenzeichnung gut zu sehen ist. Nun richtet es sich steil auf, neigt den Kopf nach vorn, hält dabei oft einen langen Grashalm senkrecht im Schnabel wobei der Schnabel die Brust berührt. Während seines Gesanges wippt der Körper auf und ab und die Kopffedern stellen sich auf. Ist ein Weibchen in der Nähe, nimmt die Balzintensität zu und die Federn werden noch krauser aufgestellt.

Brut:
Als Brutkasten verwende ich einen kleinen Nistkasten mit Schlitz aus Holz. Er hat die Maße 12 x 12 x 16 cm. (L,B,H) Als Nistmaterial verwende ich langes trockenes Gras oder Kokusfasern. Dieses wird vom Brutpaar zu einer Kugel, mit Verengung zum Ausschlupf hin verarbeitet. Wenn 3 – 6 Eier vorhanden sind, beginnt das Paar fest zu brüten. Nach einer Brutzeit von 12 bis 15 Tagen lagen die ersten Jungen im Nest, die im Alter von etwa 21 – 25 Tagen ihr Nest verlassen. Nach dem Ausfliegen kehren sie viel, besonders für die Nacht ins Nest zurück. Nach etwa 2 – 3 Tagen beginnen sie mit der Futteraufnahme, werden allerdings noch lange von den Alttieren gefüttert. In großen Volieren können die Jungtiere bei ihren Eltern bleiben, auch nach dem selbständig werden. Besteht aber eine große Unruhe und beginnen die Eltern die Jungen zu jagen, sollten sie von den Eltern getrennt werden. Die Mauser der Jungtiere beginnt etwa nach 6 Wochen und ist mit ca. 12 Wochen abgeschlossen.

Fütterung:
Nest DiamantfinkenAls Grundfutter während der Aufzucht reiche ich Exotenfutter, Waldvogelfutter und Kolbenhirse. Mein Eifutter mische ich aus 2 Teilen Sluis, 1 Teil Weichfutter mit Früchten ( Witte Molen) 1 Teil Orlux , 1Teil Haferflocken, 2 Teilen Wildsamen sowie 1 Teil Pinkymaden, Ameiseneier, oder Buffalowürmern. Das ganze wird mit Quellfutter aus 1 Teil Weizen, 1 Teil Hafer, 1 Teil Katjang Bohnen, 1 Teil Dinkel, 1 Teil Loriefood sowie 1 Teil Honig ( von der Firma de Imme“ ) vermengt. Damit das Quellfutter besser aufgenommen wird verwende ich eine Küchenmaschine und zerkleinere es. Gerne wird auch Obst, Gemüse und halbreife Kolbenhirse ( z.B. Mangold, Chicoree, Apfelstücke, Gurkenstückchen, Spinat ) sowie Futterkalk und Vogelgrit genommen.

Text: Renate Döring (bis 2006 Vereinsmitglied)

Allgemeines
DiamantfinkEr ist beheimatet im Süd Osten Australiens, dort bewohnt er wenig bewachsene Trockene Waldgebiete. Dichter Unterwuchs in Form von Gräsern und Sträuchern gehören zu seinen Lieblingsplätzen. Der Diamantfink wird als sogenannter Kulturfolger bezeichnet, denn er wird immer öfter in kleinen Gruppen in Parkanlagen, Siedlungen und Gärten beobachtet. Bemerkenswert ist das Balzverhalten des Männchens, es nimmt einen meist sehr langen Grashalm in den Schnabel und reckt und streckt sich, biegt den Kopf mal ganz nach unten, dann wieder nach oben und vollführt tanzende Bewegungen. In Freiheit bauen die Paare sehr umfangreiche Nester, die aus langen Grashalmen mit einer kleinen Einschlupfröhre geformt werden. Zum Polstern des Nestes werden meist Federn verwandt. Die Gelege bestehen meist aus vier bis sechs Eiern. Etwa zwölf Tage dauert die Brut und es vergehen weitere fünfundzwanzig Tage bis die Jungen das Nest verlassen. Sie sind voll entwickelt und ziemlich gute Flieger. Die jungen Vögel kehren auch nach dem Ausfliegen noch einige Zeit in das Nest zurück. Im Alter von sechs Wochen beginnen die Jungtiere mit der Mauser, die nach etwa drei Monaten abgeschlossen ist.

Haltung und Zucht
DiamantfinkDiamantfinken wurden durch Hagenbeck im Jahre 1870 erstmals in Deutschland eingeführt. Sie gelten als robuste Vögel. Während der Brut ist es ratsam die Vögel paarweise unterzubringen, denn es kommt nicht selten zu unerbittlichen Revierkämpfen. Auch größere Vögel werden attackiert. So wurden in meiner Voliere beispielsweise ein Paar Rotflügelsittiche, die in der Vergangenheit stets Jungtiere hervorgebracht hatten, in einer solchen Art und Weise gestört, dass alle fünf Eier des Geleges unbefruchtet waren. Da ich gehört hatte, dass sich die Paare am besten selbst finden, hatte ich fünf vermeintliche Paare bei verschiedenen Züchtern erworben. Diese zehn Vögel wurden in einer Voliere von 4 x 1 x 2 Metern untergebracht. Farbige Markierungsringe sorgten für ein gutes Erkennen. Schnell hatte sich auch ein Paar gebildet. Es legte fortan ein aggressives Revier Verteidigungsverhalten an den Tag. Dieses Paar separierte ich, so dass sich noch weitere Pärchen bilden sollten. Das erste Paar baute auch in der beschriebenen Art und Weise ein hübsches Nest, legte Eier hinein, bebrütete das aus vier Eiern bestehende Gelege und stellte fest, dass es nicht befruchtet war. Die anderen Diamantfinken hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Rotflügel zu stören, es bildete sich kein Paar mehr. Während eines unbedachten Augenblicks entwichen die Vögel. Das separierte Paar versuchte es noch mit einem weiteren Gelege, allerdings war auch das wieder unbefruchtet.

DiamantfinkNach einem Studium von verschiedener Literatur, besonders den Beschreibungen von Herrn Günter Oppenborn ist mir bewußt geworden, das es zur Zucht von Diamantfinken etwas mehr bedarf als sich Vögel an zu schaffen und mit Futter und Wasser versorgen. Auch die äußeren Umstände, wie die Einrichtung der Voliere mit Sträuchern und Gräsern, dem Anbringen von großen quer aufgehängten Wellensittich Nistkästen oder halboffenen Nistgelegenheiten ist besonderes Augenmerk zu schenken. Die angebotenen Gräser waren wahrscheinlich nicht lang genug und es wurden von mir auch keine Grashalme nachgegeben, um den Tieren ein kontinuierliches Weiterbauen während der Brutphase zu ermöglichen. Die Voliere, die für Sittiche in der Vergangenheit bestens eingerichtet war, siehe Jungenaufzucht der Rotflügelsittiche, muß für eine erfolgreiche Exotenzucht komplett neu eingerichtet werden, um eine optimale Jungenaufzucht zu gewährleisten.

Die Fütterung soll speziell auf die Großen Kleinen abgestimmt werden. Auch wenn sie als sehr genügsam gelten, so sollte ihnen doch ein sehr gutes Exotenfuttergemisch angeboten werden, einschließlich Kolbenhirse. Halbreife Gräser werden gern ausgefressen und die Halme als Nistmaterial verwendet. Auch Keimfutter wird sehr gern angenommen. Lebendfutter wird zwar auch genommen, jedoch nicht in sehr großem Umfang. Grit und Mineralkalk, Vogelmiere und Hirtentäschel, etwas Obst und wenig Gemüse sollten bei der Fütterung eine große Rolle spielen.

DiamantfinkNun, das verbliebene Pärchen wird in der nächsten Saison, so denke ich heute, eine gut vorbereitete Umgebung, sowie sehr gute Futtermittel vorfinden, um einer erneuten Enttäuschung vorzubeugen.

Fazit
Die Diamantfinken sind mit ihrem fast immer glatt anliegenden Gefieder stets eine Augenweide. Vor der Anschaffung sollte aber über eine Optimale Unterkunft nachgedacht werden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Exoten oder Sittichen kommt für mich in Zukunft nicht mehr in Frage. Die äußerst hübschen Vertreter der Prachtfinken werden von mir in der nächsten Saison paarweise in Flugboxen von 2 x 1 x 1 Metern (L x B x H) untergebracht. Unter Berücksichtigung der gelesenen Tips hoffe ich sodann auf eine erfolgreiche Zucht von Diamantfinken und Rotflügelsittichen.

Text: Rolf Kamperschroer