Heimat:
Ihr zuhause ist im Süden und Südosten Australiens. Dort bewohnt sie lichte Waldgebiete mit dichtem Unterwuchs, besonders in der Nähe von Gewässern.
In der heutigen Zeit findet man Diamatamadinen in bewohnten Gebieten sowie Parkanlagen der Städte, in Vorgärten und an Wegrändern. Man findet dort oft mehrere Nester dieser ansonsten paarweise lebenden Vögel.
Beschreibung:
Die Diamatamadine ist kein schlanker, lang gestreckter, sondern ein gedrungener Vogel. Der etwa 12 cm große Vogel trägt an Stirn, Scheitel und Nacken die Farbe grau, seine Zügel sind schwarz, Kinn und Kehle weiß. Ein breites schwarzes Brustband trennt die weiße Kehle von der übrigen weißen Unterseite. Große weiße Punkte reihen sich in den breiten, schwarzen Flankenstreifen. Ihre Rücken und Flügel sind braun, der Bürzel und der Oberschwanz ist rot, wobei der Schwanz schwarz ist. Der Schnabel ist dunkel weinrot, ebenso die Lidringe der braunen Augen, ihre Füße sind grau.
Unterbringung:
Um harmonierende Paare zu finden, lasse ich die Diamantamadinen in einer Gemeinschaftsvoliere von 3,00 x 2,50 x 2,00 m fliegen. Sie werden mit farbigen Ringen gekennzeichnet. Zur Zucht werden sie aber paarweise untergebracht.
Balz:
Um sich in richtige Pose zu stellen fliegt das Männchen auf einen Zweig, schüttelt das Gefieder, so dass die weiß getropfte Flankenzeichnung gut zu sehen ist. Nun richtet es sich steil auf, neigt den Kopf nach vorn, hält dabei oft einen langen Grashalm senkrecht im Schnabel wobei der Schnabel die Brust berührt. Während seines Gesanges wippt der Körper auf und ab und die Kopffedern stellen sich auf. Ist ein Weibchen in der Nähe, nimmt die Balzintensität zu und die Federn werden noch krauser aufgestellt.
Brut:
Als Brutkasten verwende ich einen kleinen Nistkasten mit Schlitz aus Holz. Er hat die Maße 12 x 12 x 16 cm. (L,B,H) Als Nistmaterial verwende ich langes trockenes Gras oder Kokusfasern. Dieses wird vom Brutpaar zu einer Kugel, mit Verengung zum Ausschlupf hin verarbeitet. Wenn 3 – 6 Eier vorhanden sind, beginnt das Paar fest zu brüten. Nach einer Brutzeit von 12 bis 15 Tagen lagen die ersten Jungen im Nest, die im Alter von etwa 21 – 25 Tagen ihr Nest verlassen. Nach dem Ausfliegen kehren sie viel, besonders für die Nacht ins Nest zurück. Nach etwa 2 – 3 Tagen beginnen sie mit der Futteraufnahme, werden allerdings noch lange von den Alttieren gefüttert. In großen Volieren können die Jungtiere bei ihren Eltern bleiben, auch nach dem selbständig werden. Besteht aber eine große Unruhe und beginnen die Eltern die Jungen zu jagen, sollten sie von den Eltern getrennt werden. Die Mauser der Jungtiere beginnt etwa nach 6 Wochen und ist mit ca. 12 Wochen abgeschlossen.
Fütterung:
Als Grundfutter während der Aufzucht reiche ich Exotenfutter, Waldvogelfutter und Kolbenhirse. Mein Eifutter mische ich aus 2 Teilen Sluis, 1 Teil Weichfutter mit Früchten ( Witte Molen) 1 Teil Orlux , 1Teil Haferflocken, 2 Teilen Wildsamen sowie 1 Teil Pinkymaden, Ameiseneier, oder Buffalowürmern. Das ganze wird mit Quellfutter aus 1 Teil Weizen, 1 Teil Hafer, 1 Teil Katjang Bohnen, 1 Teil Dinkel, 1 Teil Loriefood sowie 1 Teil Honig ( von der Firma de Imme“ ) vermengt. Damit das Quellfutter besser aufgenommen wird verwende ich eine Küchenmaschine und zerkleinere es. Gerne wird auch Obst, Gemüse und halbreife Kolbenhirse ( z.B. Mangold, Chicoree, Apfelstücke, Gurkenstückchen, Spinat ) sowie Futterkalk und Vogelgrit genommen.
Text: Renate Döring (bis 2006 Vereinsmitglied)